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Zwischen Grusel und Humor

Details

Markus Veith liest aus Edgar Allan Poes düsteren Werken

WAMBEL. „… sprach der Rabe: Nimmermehr!“ Ganz im Zeichen des Federtiers, das sich immer wieder zu Wort meldete, stand Markus Veiths Programm „Einst, um eine Mitternacht…“ mit schaurig-humorigen Geschichten von Edgar Allan Poe bei der KAB im Pfarrheim St. Meinolfus.

Eine ausgewogene Mischung aus Grusel und Humor strebte Markus Veith in seinem EinMann-Stück an. „Es ist Zeit, dass Poe eine Renaissance erlebt“, sagte er. Neben dem „Raben“, Poes berühmtestem Gedicht, aus dem sich der Titel des Stücks herleitet, nahm Veith auch Prosageschichten ins Programm, präsentierte diese aber in Reimform.

Blitzschnelle Wechsel

Einige wie „Der Untergang des Hauses Usher“ standen für sich allein, andere wurden gemischt – etwa aus „Die schwarze Katze“ und „Das verräterische Herz“. Dabei gelang es Veith, die Zuschauer dies nicht merken zu lassen. 
Blitzschnell wechselt er im Stück unter der Regie von Amelie Auer Rollen und Stimmungen. Das einfache, gleichzeitig aber wirkungsvolle Bühnenbild bestand aus dunklen Vorhängen, einem Garderobenständer, einem Tisch und zwei Stühlen. Der hohe Raum des Pfarrheims tat sein Übriges. 
Die weiteren „Protagonisten“ des Stücks, wie etwa der letzte Erbe der Ushers oder eine Witwe, wurden von Veith durch lebensgroße Puppen von Thomas Glasmeyer zum Leben erweckt. „Die Rollen wirken dadurch einerseits menschlich, bleiben aber trotzdem unmenschlich.“ Gemälde, die Ushers Vorfahren darstellten, wurden von Comiczeichner Christian Turk geschaffen. Neben dem Grusel kam aber auch der Humor nicht zu kurz. So sagte Veith über den hereingeflogenen Raben: „Toll, jetzt kackt er mir die Wohnung voll.“ 
Und im „Untergang des Hauses Usher“ kommentierte er ein Gemälde mit „Der gute alte Onkel Vince. Alles Gute hat seinen Preis“ – eine Anspielung auf den Horrorschauspieler Vincent Price. Für die richtige Stimmung sorgten nicht nur die Lichteffekte, die die Bühne passend ausleuchteten oder sie in ein bedrohliches Rot tauchten, sondern auch der Sound von Alexander Terzakis.

Vom Wesen der Raben

Zwischen den Geschichten oder auch mittendrin kam immer wieder der Rabe zu Wort. Veith schlüpfte dazu in schwarze Maske und Federkleid und philosophierte etwa über das Wesen von Raben und Katzen. Auch zum Abschluss meldete er sich und wünschte gute Träume. Die etwa 30 Zuschauer im Pfarrheim, Rabenstraße 5, dankten es ihm mit begeistertem Applaus. 

Weitere Infos unter www.veithstanz.de

Quelle: Ruhr Nachrichten vom 24.10.2016/ Text: Tobias Weskamp, Foto: Oliver Schaper